Deutsches Archäologisches Institut, Eurasien Abteilung
Alexander der Große und die Öffnung der Welt – Asiens Kulturen im Wandel
rem - Reiss-Engelhorn-Museen
Reiss-Engelhorn-Museen
Mannheim
3. Oktober 2009
bis 21. Februar 2010

Feind und Faszination

Die Perser

Persien hatte sich unter der Herrschaft der Achämeniden seit dem 6. Jh. v. Chr. zum ersten wirklichen Weltreich entwickelt. Es wuchs zu einem Vielvölkerstaat, dessen Ausdehnung von der Ägäis bis zum Indus ca. 5000 km betrug. Das persische Reich umschloss den gesamten Orient von Kleinasien bis über den Hindukusch hinaus, von Ägypten bis zum Kaukasus.

Die ursprüngliche Idee, einen Krieg gegen die Perser zu führen, hatte bereits Alexanders Vater Philipp II. Doch Alexander machte daraus schließlich seinen ganz eigenen Kampf. In den achämenidischen Persern sah er die "idealen Feinde". Bei der Durchquerung und Eroberung des Reiches jedoch bewunderte er sie immer mehr. Nicht nur war er beeindruckt von ihrem Reichtum, der ihm überall, vor allem aber in Babylon und Persepolis begegnete. Er übernahm von ihnen auch das Wirtschafts- und Verwaltungssystem, und sah sich selbst schließlich als Nachfolger der achämenidischen Herrscher. Die persische Kultur prägte nachhaltig weite Teile des späteren Alexanderreichs. Prunkstücke achämenidischer Kunst gehören zweifellos zu den besonderen Schätzen der Ausstellung.

Achämenidisches Kalksteinrelief mit dem Kopf eines persischen Adligen, Persepolis, Iran. Um 500 v. Chr. Wien, Kunsthistorisches Museum, Ägyptisch-Orientalische Sammlung
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